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Johannes-Diakonie vor großen Veränderungen

Geschrieben am 05.10.11

CDU-Kreistagsfraktion informierte sich über Strategieplanung 2020/Kritik an Grünen

Mit dem Vorstand der Johannes-Diakonie Mosbach, den Herren Dr.Förschler und Huber, führte die CDU-Kreistagsfraktion im „Schwarzacher Hof“  über den „Umbau der Johannes-Diakonie – Strategieplanung 2020“ ein Gespräch. Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser begrüsste auch den eingeladenen Schwarzacher Bürgermeister Theo Haaf und Vertreter der örtlichen CDU.

Auf Grund des Paradigmenwechsels in der Behindertenpolitik (UN-Konvention 2008 zur Inklusion) und der Verwaltungsstrukturreform 2005 (Zuständigkeit der Landkreise für die Eingliederung) stehen  Komplexstandorte wie die Johannes-Diakonie in Mosbach und Schwarzach vor großen Veränderungen, die auf etwa 20 Jahre angesetzt sind. Als größter Arbeitgeber im Landkreis mit mehr als 2.500 Beschäftigten ist man sich der sozialen Verantwortung bewusst. Derzeit sind in der Johannes-Diakonie in Mosbach und Schwarzach über 1.200 betreute Personen. In der Strategieplanung 2020 geht man von einem Abgang von 300 Personen in die angrenzenden Stadt- und Landkreisen aus, denen die Johannes Diakonie dezentrale wohnortnahe Wohnangebote mit Betreuung anbieten wird; damit sollen auch Arbeitsplätze gesichert werden. Die Bewohner haben ein Wunsch- und Wahlrecht, das respektiert werde. Dem Landkreis und der Gemeinde Schwarzach gehen dadurch Einwohner verloren. 900 Personen, v.a. mit Mehrfach- und Schwerstbehinderungen, Personen mit Pflegebedürftigkeit und hohem medizinischem Bedarf, Kinder, Jugendliche und Senioren werden in Mosbach und Schwarzach bleiben; außerdem wird man überregional für das ganze Land weiter zur Verfügung stehen, so lange regional noch kein ausreichendes Angebot für Behinderte zur Verfügung steht.

Auf Grund von Änderungen der Landesheimbauverordnung wird es längerfristig einen hohen Investitionsbedarf für die Sanierung, den Um- und Neubau der Gebäude geben. In Mosbach wird die medizinische Versorgung konzentriert; in Schwarzach baut man ein Ärztehaus, wovon auch die Gemeinde profitieren soll. Auswirkungen der Inklusion werden auch bei den beiden Sonderschulen und dem Berufsbildungswerk erwartet. Dazu erhofft man sich die Unterstützung des Landes. Bürgermeister Haaf sieht durch die Umwandlung einen gravierenden Eingriff, den aber die Gemeinde aktiv gestalten will. Er erwartet einen Rückgang von 200-250 Einwohnern und einen Steuerausfall von jährlich 150.000 €; auch er hofft auf die Unterstützung des Landes, weil die Veränderungen durch die Umsetzung der UN-Konvention ausgelöst werden. Von den Vertretern der örtlichen CDU, aber auch in den Wortbeiträgen der Mitglieder der CDU-Fraktion wurde die Einbindung der Bevölkerung vor Ort, die in Schwarzach hervorragend ist, angesprochen. Bei einer dezentralen Verlagerung müsse diese erst aufgebaut werden, sonst drohten die Behinderten zu vereinsamen. Die Gesellschaft müsse vielfach den Umgang mit Behinderten erst wieder lernen; der „Normalzustand“ stelle sich nicht automatisch von heute auf morgen ein.


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