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Erneuerbare Energien in der Praxis

Geschrieben am 22.02.13

Peter Hauk MdL informiert sich bei der Firma Genzwürker in Osterburken

Peter Hauk MdL besucht Firma Genzwürker

Peter Hauk MdL besucht Firma Genzwürker

„Die Zukunft wird sein, dass jeder seinen eigenen Strom erzeugt, speichert und verbraucht“, zeigte sich Geschäftsführer Werner Genzwürker überzeugt. Er begrüßte den Neckar-Odenwälder Abgeordneten und Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk, an einem verschneiten Vormittag in seinem Unternehmen. Hauk war gekommen, um sich über die Arbeit des prosperierenden Elektrotechnik-Unternehmens in Osterburken-Schlierstadt zu informieren. Mitgekommen waren die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Margaret Horb, CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Heck sowie weitere Stadträte. Die GmbH hat sich auf Planung und Montage von Photovoltaikanlagen und Energiespeicher spezialisiert. Sie besteht seit 1988 und wächst seit vielen Jahren beständig. Das Team, das inzwischen auf 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen ist, habe seit 2003 über 1.800 Photovoltaikanlagen im Umkreis von 300 Kilometern installiert.

„Wir müssen unabhängiger werden von fossilen Energiequellen. Unsere zukünftige Versorgung liegt in der intelligenten Nutzung von Sonne, Wind und Wärme“, lautet das Credo Genzwürkers. Entsprechend versorgen eine sog. Aufdachanlage mit 360 Kilowatt, eine Kleinwindanlage und ein Blockheizkraftwerk seinen Betrieb mit Energie. Einen Schlüssel für das Gelingen der Energiewende sieht Genzwürker im Bereich der Speichersysteme: „Hier ist die Politik gefragt, Anreize für die Installation von Energiespeichern in Privathaushalten zu schaffen. Nur so kann die Idee von der dezentralen Stromerzeugung und -speicherung auch umgesetzt werden.“ Hier sehe er die konventionellen Bleiakkus als durchaus alltagstauglich und effizient. Diese lägen in der Anschaffung bei ca. 6.000 bis 10.000 Euro. Die Speicher dienen dazu, Energiespitzen, z. B. in der Mittagszeit aufzunehmen und während den Abend- und Nachtstunden an die Verbraucher dann wieder abzugeben.

Bei den Photovoltaikmodulen habe in den letzten 10 Jahren ein enormer Preisverfall stattgefunden, so dass es sich inzwischen selbst auf Dächern mit einer Nordausrichtung lohne, Anlagen zu installieren. Für die Eigenstromnutzung sei ein Dach mit Ost-West-Ausrichtung am geeignetsten, da morgens sehr früh schon Energie produziert werde und die Anlage abends länger laufe, also dann, wenn auch tatsächlich der meiste Strom verbraucht werde, erläuterte Genzwürker. Die steigenden Stromkosten würden die eigene Stromerzeugung und -nutzung immer attraktiver machen. Zudem habe die dezentrale Stromerzeugung den Vorteil, dass wenig Energie auf dem Transportweg verloren gehe.

„Ich sehe das Thema intelligente Netze oder Smart Grid als wichtiges Zukunftsfeld. Wie würden Sie aus der Praxis dieses Thema angehen?“, wollte Hauk wissen. Genzwürker pflichtete ihm bei und regte an, analog zu dem 100.000-Dächer-Programm ein 100.000-Steckdosen-Programm aufzusetzen: „Die Menschen wollen investieren, wir müssen nur die Wege dafür aufzeigen.“ Hauk bedankte sich für den ermöglichten Besuch sowie das Gespräch und betonte, dass „es mir wichtig war zu erfahren, wie ein erfolgreicher Handwerksbetrieb die Zukunft der Energieversorgung sieht. Vielen Dank für die interessanten und wichtigen Impulse.“


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