Sie sind hier: Startseite » „Wirtschaft und Staat müssen dem Menschen dienen“

„Wirtschaft und Staat müssen dem Menschen dienen“

Geschrieben am 16.01.14

Unionspolitiker Karl-Josef Laumann setzt auf starke Sozialpartner – CDU-Sozialausschüsse und CDU Mosbach hatten eingeladen

(lin). Schon zur guten Tradition gehört es, dass sich die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Nordbaden und Neckar-Odenwald unter ihren Vorsitzenden Karin Möhle (Bezirk) und Alexander Nickel (Neckar-Odenwald) zum Jahresbeginn zur Arbeitstagung bei Ver.di treffen. Seit nunmehr fünf Jahren kommt zur gemeinsamen Abschlussveranstaltung auch die CDU Mosbach dazu. Dr. Alexander Ganter (Stadtverband) und Ariane Spitzer (Ortsverband) hatten Parteifreunde und interessierte Bürger herzlich eingeladen. Ein Grußwort kam von Margaret Horb (MdB), die seit September den Wahlkreis im Bundestag vertritt.

Gastredner des Abends war der Sozialpolitiker und CDA Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann, der 90 Minuten lang die ungeteilte Aufmerksamkeit des Auditoriums genoss. Der frühere Landesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW ist seit Dezember beamteter Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und wird sich als Patientenbeauftragter um die Reform der Pflegeversicherung und die Verbesserung der Altenpflege kümmern. Der bodenständige Münsterländer gibt dafür den Fraktionsvorsitz in Düsseldorf auf.

Ganz in der Tradition von Konrad Adenauer fühlt sich Laumann der christlichen Soziallehre bzw. Sozialethik verpflichtet, will diese als Kompass für gelingende Unionspolitik verstehen, sieht in ihr die Soziale Marktwirtschaft verwurzelt, „die so nur von gläubigen Menschen entwickelt hat werden können“.Wirtschaft und Staat hätten eine dem Menschen dienende Funktion, betonte Laumann und erinnerte, dass mit dem Geschöpf Mensch anders umgegangen werden müsse, als beispielsweise mit der Ware Kartoffeln, weshalb  er klare Regeln für den Arbeitsmarkt forderte. Bei allem Verständnis für Befristungen müsse ein Regelarbeitsverhältnis dennoch unbefristet sein und so entlohnt werden, „dass man davon leben kann“. Die Einführung eines Mindestlohns von 8,50 Euro hält Laumann für richtig, sähe ihn aber lieber von den Tarifpartnern ausgehandelt.

Einen wichtigen Grund für den Wahlerfolg sah er im Einstehen der CDU für die Familie als „Keimzelle der Gesellschaft“, die Planungssicherheit und Beständigkeit verdiene und brauche, „weil Kinder dort sich am besten entwickeln und alte Menschen dort die beste Pflege erhalten“. Tolerant zeigte er sich anderen Partnerschaftsmodellen gegenüber.

Und warum eine Große Koalition? „Weil wir ein richtig dickes Ding zu schultern haben: die (bezahlbare) Energiewende“, die nur zusammen mit dem „Hauptgegner“ SPD umzusetzen sei, wie Laumann glaubt. Schon um der Schöpfung Willen sei ihre Umsetzung die Anstrengungen wert und rechtfertige den Preis, den eine Große Koalition fordere. Nach einem Exkurs in die Europapolitik gestattete sich der neue Patientenbeauftragte Laumann einen kurzen Blick auf sein künftiges Arbeitsfeld in der Gesundheitspolitik. Hier vermisste er besonders Transparenz bei den Abrechnungssystemen und forderte sehr viel mehr Wertschätzung Pflegekräften gegenüber, die wie technische Angestellte zu entlohnen seien. Wenn also in der neuen Legislaturperiode mehr Geld ins System gepumpt werde, „muss es auch dort ankommen, wo es gebraucht wird“. Unter Beifall versprach Laumann darauf ein Auge zu haben.


Stadt- und Gemeindeverbände der CDU Neckar-Odenwald online:

CDU Adelsheim CDU Elztal CDU Obrigheim CDU Walldürn
CDU Aglasterhausen CDU Hardheim CDU Ravenstein CDU Zwingenberg
CDU Billigheim CDU Haßmersheim CDU Schwarzach
CDU Buchen CDU Mosbach CDU Waldbrunn
© Kreisverband – CDU Neckar-Odenwald 2010-2017 | 74821 Mosbach | Impressum