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Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum

Geschrieben am 29.07.16

CDU-Kreisvorstand befasste sich auch mit Für und Wider einer Residenzpflicht

Neckar-Odenwald-Kreis. Die Integration ausländischer Flüchtlinge gelingt am Besten in den ländlichen Räumen. Große Einigkeit herrschte zu dieser Aussage beim CDU Kreisvorstand bei seiner turnusgemäßen Sitzung. Keiner hatte bei der Festlegung der Tagesordnung angesichts der aktuellen Ereignisse die derartige Aktualität des Themas auch nur erahnen können. Über die Integration der Flüchtlinge nach deren Anerkennung als Asylbewerber und der Auswirkungen des erst kurz vor der Sommerpause in Berlin beschlossenen Integrationsgesetzes haben die einzelnen Vorstandsmitglieder diskutiert und beratschlagt.

Ghettoisierung verhindern

Kernpunkt war die Fragestellung, ob die Einführung einer Residenzpflicht für Flüchtlinge in Baden-Württemberg Sinn macht oder ob es nicht besser sei, die Flüchtlinge durch die bessere Integrationsarbeit vor Ort zu halten. Einig ist man sich, dass einer Ghettoisierung gewisser Volkszugehörigkeiten und Staatsangehörigkeiten durch Massenzuzug an einen bestimmten Ort jedweder Form der Integration zuwiderläuft, die Erfahrungen der Vergangenheit und auch im Ausland belegen dies leider. Fakt ist aber auch, dass man Menschen nicht oder nur unter großem Druck zwangsweise an einen Ort binden kann, wenn sonst auch keine Perspektive für die Menschen wie Aussicht auf Arbeit und Aufbau einer geregelten Existenz bestehe. „Wenn keine Perspektive vorhanden ist, werden die Menschen auch bei einer Wohnsitzauflage gehen“, so der Kreisvorsitzende Ehrenfried Scheuermann.

Im Neckar-Odenwald-Kreis leisten unzählige Ehrenamtliche hervorragende Arbeit bei der Integration der Flüchtlinge. Diese Arbeit sollte durch die Landesregierung aktiv gefördert und damit den Menschen die notwendigen Perspektiven eröffnet werden, um den ein oder anderen zu überzeugen hier zu bleiben und so mitzuhelfen, dem Fachkräftemangel zumindest mittelfristig ein Schnippchen zu schlagen. Der CDU Kreisverband wird hierzu einen entsprechenden Antrag formulieren und über die Landes-CDU in Stuttgart in die Regierungsarbeit einspeisen.

Wahlkreisvertreterversammlung am 18. November

Weiterer wichtiger Punkt der Kreisvorstandssitzung war die im Herbst 2017 anstehende Bundestagswahl und die damit verbundene Nominierung des oder der CDU Kandidaten/in für das Direktmandat im Wahlkreis. Ehrenfried Scheuermann konnte mit Nina Warken und Alois Gerig gleich zwei der drei CDU-Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Odenwald-Tauber begrüßen. Aktuell ist man in Berlin mit drei Abgeordneten vertreten. Zusammen mit Margaret Horb leisten Nina Warken und Alois Gerig eine hervorragende Arbeit für den Neckar-Odenwald und Main-Tauber-Kreis in Berlin.  Dieses Pfund gelte es auch nach 2017 zu erhalten. Die zur Nominierung erforderliche Wahlkreisvertreterversammlung findet am 18. November 2016 in Osterburken statt.

Bei der nächsten Sitzung des Vorstandes am 15. September wird ein Vertreter der Deutschen Telekom über den Breitbandausbau im Landkreis, die neue Vectoring-Technik und deren Vermarktung informieren. Somit können die Vorstandsmitglieder dann alle relevanten Informationen aus erster Hand an Bürgerinnen und Bürger weitertragen. Scheuermann regte auch gemeinsame Vorstandsitzungen der benachbarten Ortsverbände unter Beteiligung des Kreisvorstands an, um die Kräfte an der richtigen Stelle zu bündeln und gute Ideen über den Ortsrand hinauszutragen. Mit der Einladung zum traditionellen Hoffest der CDU und JU Waldbrunn in Mülben am Sonntag, den 14. August und dem Hinweis auf die Sommerpause der Kreisgeschäftsstelle in Mosbach vom 1. bis 12.8. schloss Ehrenfried Scheuermann die Sitzung.


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