Gemeinsames Ziel:
Tagestourismus fördern
Regionalpark ein Zukunftsthema/
kommunalfreundlich Regionalplanung
Neckar-Odenwald-Kreis. Zur
Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion
konnte Vorsitzender Karl Heinz Neser Verbandsdirektor
Stefan Dallinger von der Metropolregion begrüßen, der einen
Zwischenbericht zum Regionalpark Rhein-Neckar und zum
Regionalplan gab. Zuvor gab Buchens Beigeordneter Dr. Wolfgang
Hauk Informationen zum UNESCO-Geopark.
Der geologische Lehrpfad der
Tropfsteinhöhle Eberstadt, den die CDU-Fraktion beging, ist das
südöstliche Eingangstor des Unesco-Geoparks Bergstraße-Odenwald,
der sich zum Ziel setzt, das Natur- und Kulturerbe zu erhalten.
Die Eberstadter Höhlenwelten sind zugleich ein wichtiges
touristisches Element; seit der Entdeckung 1971 zählte sie 3,5
Millionen Besucher.
Mit Hilfe des EU-Förderprogramms Leader
soll nun ein modernes Besucherzentrum entstehen; außerdem soll
die Höhle durch Lichtinstallationen verbessert werden. Die
Chance zu einem nachhaltigen Tourismus wolle man dadurch nutzen.
Bürgermeister Roland Burger erläuterte die jüngsten Beschlüsse
des Stadtrats.
Verbandsdirektor Stefan Dallinger will
durch den Regionalpark Rhein-Neckar gleichfalls den
Tagestourismus stärken. Regionalparke seien ein Zukunftsthema
und ein „weicher“ Standortfaktor: in der Vernetzung der gesamten
Region liege eine große Chance, davon könne insbesondere der
Neckar-Odenwald-Kreis profitieren. Der Verband übernehme aber
keine umlagefinanzierte Trägerschaftsaufgaben, sondern wolle
koordinieren und anregen. Das erste Projekt sei die
„Kurpfalzroute“. Ein weiteres Projekt ist die Vernetzung der
Flusslandschaften an Rhein und Neckar. Ausgelöst durch einen
Antrag der CDU-Fraktion um die künftige Siedlungsentwicklung
wurde von der Verbandsverwaltung nach Auffassung von Dallinger
ein kommunalfreundlicher Arbeitsentwurf vorgelegt. Dallinger
bedankte sich für die „fruchtbare“ Diskussion. Auch nach seiner
Auffassung brauchen die Kommunen Freiräume für ihre Entwicklung;
die Anregungen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis wurden aufgenommen.
Kreisrätin Erika
Baschin gab einen Bericht aus dem
Jugendhilfeausschuss; hier stand der Ausbau der Kinderbetreuung
im Mittelpunkt. Kreisrat Dr. Norbert Rippberger informierte über
den Ausschuss Wirtschaft, Umwelt und Verkehr. Hier wurden die
Anregungen der CDU-Fraktion zu Sprinter- und Verstärkerzügen zum
Rhein-Neckar-Takt 2020 aufgenommen. Fraktionsvorsitzender Neser
konnte mitteilen, dass die Initiative der CDU-Fraktion zur
EU-Feuerwehrrichtlinie zu einem Erfolg geführt hat und dankte
Minister Hauk, Landrat Dr. Brötel und dem MdB Kurt Segner für
die Unterstützung. Manchmal müsse man sich aber doch fragen,
weshalb die deutsche Bürokratie auf Bundesebene nicht von
vornherein Lösungen zulässt, wie sie in Österreich schon gültig
sind. Den Gemeinden und Feuerwehren sei dadurch eine große Sorge
genommen worden.