Ehrenfried Scheuermann führt weiter die
Kreis-CDU
Neckar-Odenwald-Kreis. Wer Politik gestalten will, muss dazu
einen Wählerauftrag, ein Mandat haben. Deshalb ist die Grundlage
einer jeden politischen Arbeit, wenn sie denn überhaupt etwas
bewegen will, der Erfolg bei den Wahlen. So etwas ist keine
Selbstverständlichkeit, fällt niemanden in den Schoß. Sagen, was
man tun will, und tun, was man sagt – Wahrheit und
Verlässlichkeit sind Maximen politischen Handelns. Nur mit ihnen
kann Politik Veränderungen erfolgreich gestalten. Deshalb ist
die CDU die in so hohem Maß das Vertrauen der Wählerinnen und
Wähler genießt, besonders gefordert, auch zwischen den Wahlen
präsent zu sein“, mit diesen Überzeugungen eröffnete
Kreisvorsitzender Ehrenfried Scheuermann den Kreisparteitag der
CDU-NOK mit 250 Teilnehmern. Diese Groß-Veranstaltung hatte
neben den Rechenschaftsberichten des Vorstandes, auch dessen
Neuwahl, die Diskussion der Leistungen in den Vereinigungen und
Arbeitskreisen, Berichte aus den verschiedenen Parlamenten und
die Beratung einiger Anträge als weitere Schwerpunktthemen.
Als „Gastgeber“
des CDU-Parteitages hoben Mosbachs Oberbürgermeister Michael
Jann und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Alexander Ganter
in ihren Grußworten den hohen Stellenwert der Christdemokraten
in Land und Wahlkreis hervor, der sich durch gute Politik auch
in der Förderung und Entwicklung kommunaler Strukturen
widerspiegele.
In seinem
Geschäftsbericht erwähnte Ehrenfried Scheuermann ca. 300
Informations-, Diskussions-, satzungsgemäße, gesellschaftliche
und gesellige Veranstaltungen in den Orts-, Gemeinde- und
Stadtverbänden und über 20 Sitzungen des Kreisvorstandes,
teilweise zusammen mit der Ortsvorsitzendenkonferenz. Über 20
Besuche hochrangiger Vertreter aus Ministerien und Parlamenten
besuchten auf Initiative unserer Abgeordneten unseren Kreis und
behandelten politisch aktuelle Themen. Schwerpunkt-Themen dabei
waren die Kernfragen zur Demographie, zu Klimawandel und Energie
und zu Erziehung, Bildung und Ausbildung. Neben der
beispielhaften Arbeit der Vereinigungen und Arbeitskreise, der
Frauen-Union mit Margret Horb, des Arbeitskreises der
CDU-Juristen mit Lore Pfisterer, der JU-NOK mit Boris Krämer,
des Arbeitskreises Polizei mit Volker Mackert und des
Arbeitskreises Gesundheitspolitik mit Dr. Jürgen Kußmann lobte
er die Aktivitäten im Arbeitskreis Mitgliederwerbung unter
seiner Führung und im Arbeitskreis Grundsatzprogramm, den Dr.
Thomas Ulmer leitete. Als herausragende gesellschaftliche
Veranstaltungen, auch zur Pflege des eigenen Profils, stellte er
die Jubiläumsfeier „60 Jahre CDU-NOK“, den Sommertreff mit
Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog, das Sommerfest der
CDU Mosbach und der Jungen Union NOK mit Bundesminister a.D. Dr.
Heiner Geißler, den politischen Frühschoppen mit
Ministerpräsident Günter H. Oettinger und den Neujahrsempfang
mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen
Parlament MdEP Werner Langen heraus. Die anstehenden
Herausforderungen heißen Kommunalwahl, Europawahl,
Bundestagswahl, dies bedeutet hohen Einsatz, für jeden von uns,
meinte Ehrenfried Scheuermann. Wer Haushalte auf allen Ebenen
zur Nullverschuldung führen will, braucht höhere Einnahmen,
geringere Ausgaben, enormen Sparwillen und bekommt mehr Kritik
wie Verständnis.
Schatzmeister
Michael Jann stellte sehr detailliert den Finanzbericht der
Kreis-CDU vor, erläuterte die Aufwendungen für Veranstaltungen,
Wahlen und die Abführungen an die Dachverbände und zog ein
zufriedenstellendes Resümee. Rechnungsprüfer Franz Prokosch
quittierte ordentliche und nachvollziehbare Buch-, Beleg- und
Haushaltsführung. Nach Diskussion der Berichte erteilte der
Parteitag auf Antrag Entlastung bei einer Enthaltung.
Die anschließenden
Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse:
Vorsitzender
Ehrenfried Scheuermann, Stellvertreter Bernd Rathmann, Ines
Tungl, Dr. Thomas Ulmer, Schatzmeister Michael Jann,
Pressereferent Markus Haas, Schriftführerin Monika Maissenhälter,
Internetbeauftragter Ingo Link. Beisitzer sind: Dr. Achim Brötel,
Gabriele Frfr. von Gemmingen, Alois Johmann, Ariane Spitzer,
Angela Grimm, Werner Baier, Horst Walter, Manuela Lintz,
Siegfried Uhl, Erika Baschin, Werner Schirmer, Bernhard Bangert,
Horst Weber, Jürgen Katzfuß und Kathrin Zehender.
Wie überall im
Leben, gibt es auch in der Landespolitik nicht nur Erfolge,
vielmehr zeigen die finanziellen Grenzen, dass ein „Haushalt
ohne Neuverschuldung“ ein positives Projekt für die Zukunft und
für unsere Kinder sind und trotzdem Kritik einbringen, meinte
Minister Peter Hauk. Insgesamt, trotz der großen
Herausforderungen, Ballungsräume und ländliche Räume, sei die
Bilanz positiv. Schlaglichtartig nannte er Fakten, die sich im
Neckar-Odenwald-Kreis positiv auswirkten: Tausend neue
Studienplätze an der BA Mosbach, das Erreichen der 3.000-
Studenten-Schallmauer nach gut 15 Jahren. Die Verbesserungen
beim ÖPNV, der Erfolgsschlager S-Bahn und die Investitionen bei
der Frankenbahn. Der Ausbau der Betreuung, der Erziehung, der
Bildung, der Ausbildung und die Mitverantwortung des Landes.
Nach Ziel-2-Förderung kam das Leader-Programm und die
Entwicklung der Kommunikations-Infrastruktur bewegte sich
positiv. Die Förderrichtlinie Wasserwirtschaft begünstigt uns im
Neckar-Odenwald-Kreis, so Peter Hauk, da die Sanierungsmaßnahmen
der Abwasserkanäle nicht wegfallen und die gebührenorientierte
Förderung erhalten bleibt. Im Energie-Erzeugungsbereich sind
intelligente Lösungen vorhanden, die gilt es auszubauen. Für
alle politischen Felder gilt, Strukturen bewahren und weiter
entwickeln.
Die Arbeit der
CDU-Kreistagsfraktion stellte ihr Vorsitzender Karl Heinz Neser
vor. In beiden Kreiskrankenhäuser sind in den letzten Jahren
über 70 Mio € investiert worden, sie sind durch die Umgründung
in eine kreiseigene gemeinnützige GmbH strategisch neu
aufgestellt. Dies war auch notwendig, um beide Häuser vorort zu
halten. Durch neue Angebote sollen die Patienten zurück gewonnen
werden. Es wäre verheerend für die Lebensqualität bei uns, wenn
eins oder beide Häuser aufgegeben werden müssten. Nutzen Sie
daher das Angebot vorort, unsere beiden Häuser haben das
Vertrauen verdient, appellierte Neser. Die Bildungslandschaft im
NOK sei durch die Errichtung eines EG und BTG an der
Augusta-Bender-Schule in Mosbach komplettiert worden. Mit der
Energie-Agentur sei für Private und Betriebe eine Möglichkeit
geschaffen, durch Energie-Effizienz Kosten und Energie zu sparen
und durch Nutzung erneuerbarer Energien auch einen Beitrag zum
Klimaschutz zu leisten. Die Förderung erneuerbarer Energie steht
dabei nicht im Widerspruch mit der positiven Einstellung der CDU
zur Kernenergie, die die klimafreundlichste Art der
Energie-Erzeugung bleibt. Neser reklamierte einen Leserbrief der
Grünen, „Mit grünen Leserbriefen wurden noch keine Arbeitsplätze
geschaffen“.
Abschließend
verabschiedete die CDU Neckar-Odenwald-Kreis drei Anträge. Zwei
Anträge brachte die CDU Mosbach. Sie beschäftigten sich mit der
Wiedereinführung der Pendlerpauschale und mit der weiteren
Nutzung der Kernenergie. Ein Antrag der JU NOK forderte
Verbesserungen bei der Frankenbahn.